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Moncler Re/Icons 2026: Vier Archivjacken für eine neue Generation

Karakorum, Verone, Himalaya und Tibb: Moncler holt vier Klassiker aus dem Archiv und ergänzt sie erstmals um komplette Looks.

Moncler Re/Icons 2026: drei Looks nebeneinander, die Himalaya in Camel mit roter Sturmhaube, die Karakorum in Violett mit gelbem Tuch und die Verone in Beige mit Mütze
Moncler Re/Icons 2026, von links: Himalaya, Karakorum und Verone. Foto: Moncler

Am Anfang stand der Berg. Moncler holt für die Kollektion Re/Icons 2026 vier Modelle aus dem eigenen Archiv, von den Expeditionsjacken der Fünfzigerjahre bis zu den Kultstücken der Achtziger, und interpretiert sie für eine neue Generation. Seit dem 15. Oktober 2026 ist die Kollektion in ausgewählten Moncler-Geschäften und im Onlineshop der Marke erhältlich.

Auf einen Blick

  • Kollektion: Moncler Re/Icons 2026
  • Modelle: Karakorum, Verone, Himalaya und Tibb
  • Neu: erstmals komplette Looks mit Windjacken, T-Shirts, Hosen und Röcken
  • Kampagne: Cher, JENNIE und Grace Jones, fotografiert von Gabriel Moses
  • Marktstart: weltweit am 15. Oktober 2026
  • Gegründet: 1952 in Monestier-de-Clermont in den französischen Alpen

Vom K2 nach Mailand: die Geschichte der Modelle

Die Karakorum ist das älteste Stück der Auswahl. Moncler fertigte die Jacke 1954 für Achille Compagnoni und Lino Lacedelli, die mit der italienischen Expedition als Erste den K2 bestiegen, den zweithöchsten Berg der Welt. Damals bestand sie aus daunengefüllter Rohbaumwolle. Die Neuauflage ist aus glänzendem Micro-Ripstop mit 10 Denier gefertigt und bleibt trotz der umhüllenden Form leicht. Doppelte Druckknopfleiste, abnehmbare Kapuze, Tunnelzug, innenliegende Schultergurte zum Tragen wie einen Rucksack und eine große Brusttasche mit neu gestaltetem Re/Icons-Logo gehören dazu. Herren wählen zwischen Schwarz, Rot und Petrolblau, Damen zwischen Schwarz und Violett.

Die Verone erzählt eine städtische Geschichte. In den Achtzigerjahren wurde sie zum Erkennungszeichen der Paninari, einer Mailänder Jugendbewegung rund um die Cafés der Stadt, die die Daunenjacke aus den Bergen auf die Straße holte. Heute besteht sie aus leichter, matter Mikrobaumwolle, hat eine lockere Passform, eine verstaubare Kapuze und einen Reißverschluss unter einer geknöpften Windleiste. Die Farben: Pastellrosa, Flieder und Schwarz für Damen, Marineblau, Grau und Schwarz für Herren.

Himalaya und Tibb: zwei moderne Klassiker

Die kurze Daunenjacke Himalaya kam 2009 heraus und entwickelte sich zur Moncler Maya, einem der bekanntesten Entwürfe des Hauses. Ihre Wurzeln reichen zu den Expeditionen der Fünfzigerjahre zurück, als Moncler den französischen Bergsteiger Lionel Terray für die Erstbesteigung des Makalu im Himalaya ausrüstete. Für 2026 entsteht sie aus einer weichen, matten Mischung aus Baumwolle und Nylon in lockerer Passform, mit Kapuze samt Tunnelzug und der typischen Ärmeltasche mit Logo.

Die Weste Tibb stammt ebenfalls aus den Achtzigern. Die übergroße ärmellose Form ist wendbar und wird aus recyceltem, mattem Longue Saison oder aus Wollgabardine gefertigt, mit den typischen Boudin-Steppungen, einem Doppelreißverschluss mit runden Zippern nach historischem Vorbild und einem Metalllogo auf der Brust.

Moncler Re/Icons 2026: links die Weste Tibb in Salbeigrün über einer grauen Jacke, rechts ein Herrenlook in glänzendem Schwarz vor einem Zelt
Links die Weste Tibb, rechts ein Look aus der Herrenkollektion. Foto: Moncler

Details wie aus dem Gipfelbuch

Allen Jacken gemeinsam ist eine Farbgebung in Camaïeu-Technik, bei der mehrere Töne derselben Farbfamilie übereinanderliegen. Innen ist als Etikett die berühmte Aufnahme des K2 eingenäht, die Vittorio Sella im Juni 1909 machte. Metalllogos an den Taschen zitieren alte Andenken-Anstecker aus den Alpen. Zum ersten Mal reicht Re/Icons über Jacken und Westen hinaus: Windjacken, T-Shirts, Hosen und Röcke ergeben komplette Looks, dazu kommen Mützen, Sturmhauben, Foulards aus Seidentwill und Sonnenbrillen aus Titan und Leder nach dem Vorbild alter Gletscherbrillen.

Drei Pionierinnen vor der Kamera

Für die Kampagne, die Moncler am 15. Oktober vorstellte, stehen Cher, JENNIE und Grace Jones vor der Kamera von Gabriel Moses, der auch Regie führte. Als Vorbild dienten Archivfotos von Lionel Terray. Cher trägt die Himalaya in Weiß und die Verone in Schwarz, dazu einen gelben Schal, der an ihr Schalkleid von Bob Mackie aus der Cher Show erinnert. JENNIE zeigt die Karakorum in Schwarz und die Tibb in Karamell, Grace Jones die Karakorum in tiefem Violett, eine Anspielung auf ihre Arbeiten mit Jean-Paul Goude.

Ein Tagebuch und ein Kinofilm

Begleitend erscheint das Buch Alpine Diary, geschrieben aus der Sicht eines erfundenen Bergsteigers der Fünfzigerjahre. Handschriftliche Einträge und Schwarzweißfotos historischer Besteigungen stehen darin neben farbigen Bildern der aktuellen Kollektion. Außerdem ist Moncler erstmals an einem Spielfilm beteiligt: In Bianco von Regisseur Daniele Vicari spielt Alessandro Borghi den Bergsteiger Walter Bonatti, und die Darsteller tragen eine Nachbildung der Karakorum von 1954. Der Film soll 2027 in die italienischen Kinos kommen.

Moncler Alpine Diary: Buch mit braunem Leineneinband und eingeprägtem Bergmotiv
Das Buch Alpine Diary zur Kollektion. Foto: Moncler

Vorab war die Kollektion während der Pariser Modewoche am 5. und 6. Oktober im Il Rifugio zu sehen, einem privaten Raum im Moncler-Geschäft an den Champs-Élysées. Der Vorverkauf begann am 8. Oktober in Paris, es folgten ein Pop-up im Tokioter Kaufhaus Isetan und am 14. Oktober das Geschäft an der Fifth Avenue in New York.